Wednesday, October 3, 2018

[PDF] Download Flüchten - Mitmachen - Vergessen: Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit Kostenlos

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...Fr. Dr. Deichmann hat sich dieses Themas engagiert und mit Mitgefühl angenommen....Aus ihren sorgfáltigen Recherchen ...ist ein erschütterndes Buch geworden...' Universitas; 11/2001'Ein wesentliches Buch zur Geschichte der Chemie in modernen Zeiten; zur Erarbeitung von Positionen und zur persönlichen Erinnerung an Große; solche die es wurden und viele; die es nicht (mehr) werden konnten.' - UNIVERSITAS 'Es ist gelungen; dieses diffizile und facettenreiche Thema anschaulich zu machen.' Metall 'Aber noch nie ist jemand mit so engmaschiger; vielfáltiger und aus dem Staub der Archive und den Narben der Erinnerung gezogener Akribie an die Arbeit gegangen (...) Ein solches Buch kann man nicht besprechen. Man kann es nur anzeigen und muss es lesen.'Biospektrum 'Ute Deichmanns Buch legt in überzeugender Weise Binnenstrukturen in der deutschen Wissenschaft des Nationalsozialismus offen; stellt diese in ihren historischen Kontext und zeigt Kontinuitáten über das Jahr 1945 hinaus auf. Damit wird ein wichtiges Teilgebiet der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts erstmals aufgearbeitet und eine seit langem beklagte Foschungslücke geschlossen.' Spektrum der Wissenschaft 'Eine besondere Stárke des Buches sind die vielen biographischen Skizzen: Wissenschaftler wie Hermann Staudinger; Wolfgang Ostwald und Fritz Haber werden portrátiert. (...) Insgesamt ist 'Flüchten; Mitmachen; Vergessen' eine gelungene Auseinandersetzung mit der Chemie und der Biochemie als Wisssenschaften in der Zeit des Nationalsozialismus.' rheinneckarweb.de 'Wie sich Wissenschaftswandel in den dreißiger Jahren auch in persönlichen Schicksalen spiegelte; ist ein besonders bewegender Teil ihres detailreichen Buchs.' Darmstádter Echo '...denn wer sich mit der Geschichte der Chemie oder der Biologie in der NS-Zeit bescháftigt; kann auf diese Bücher nicht mehr verzichten.' Naturwissenschaftliche Rundschau 'Das Werk der Autorin (...) ist aber nicht nur ein Geschichtsbuch; es ist auch ein Chemiebuch; denn es ist voller Fakten und Zusammenhánge aus unserem Fach; die man sonst nicht in Lehrbüchern findet.' Chemie in Labor und Biotechnik 'Wie Frau Deichmann erzáhlen kann! Zum neidisch werden. (...) Ich habe es verschlungen...' Laborjournal 'Frau Deichmann legt ein höchst wertvolles und lesenswertes Buch vor; das nicht nur das große Unrecht an den jüdischen Kollegen sondern auch den Schaden; den das Nazi-Regime der deutschen Forschung auf dem Gebiet der Chemie zugefügt hat; klar vor Augen führt (...) Das Buch ist ein encyclopádisches Geschichtsdokument von bleibendem Wert.' Angewandte Chemie 'Dieses lesenswerte Buch...' Biotec'Ute Deichmann has written a book which is a reference work. One has to learn to use it; to gain access to its treasures. Most important of all: one has to own it; not to put it on the bookshelf but rather to leave it on the desk to thumb through it again and again; to get caught by its content. (...) will recommend this work to all chemists and biochemists of good will.' ChemBioChem 'Ute Deichmann has produced a most valuable book ... The book is an encyclopedic historical document of enduring value.' Angewandte Chemie - Intern. Edit. Rezension Wissenschaftler unter Hitler - dabei denkt man zunáchst an die Physik. Dabei stellten die Chemiker auch damals die weitaus größte Berufsgruppe unter allen Naturwissenschaftlern und bildeten - nach den Á„rzten - die zweitgrößte Gruppe unter den aus Deutschland emigrierten. Auf Grund ihrer wirtschaftlich-industriellen Bedeutung stand die Chemie zudem im Schnittpunkt der Interessen von Staat und Wirtschaft. Gleichwohl ist das Thema Chemie im nationalsozialistischen Staat - von Themen wie IG Farben; Synthesekautschuk und der (meist überbewerteten) 'Deutschen Chemie' abgesehen - bisher von der Forschung vernachlássigt worden. Die Wissenschaftshistorikerin Ute Deichmann; die sich durch Arbeiten zur Biologie der NS-Zeit bereits ausgewiesen hat; nimmt in ihrer hier vorliegenden Habilitationsschrift nun die Gesamtheit der habilitierten Chemiker oder Biochemiker aller deutschen und österreichischen Hochschulen sowie der promovierten Wissenschaftler an Kaiser-Wilhelm-Instituten unter die Lupe. Insgesamt sind an die 800 Personen erfasst. Im ersten Teil des Buches geht es um Vertreibung; Entlassung und Emigration jüdischer und nichtjüdischer Chemiker; um die Reaktionen ihrer akademischen Umwelt und um die Auswirkung der Vertreibung auf die Forschung in Deutschland sowie in den Aufnahmelándern. Im zweiten Teil werden Parteimitgliedschaft und Karrieremuster untersucht und der Erfolg opportunistischen Verhaltens anhand der Forschungsförderung durch Forschungsgemeinschaft; Reichsforschungsrat oder die Industrie überprüft. Der dritte Teil prásentiert am Beispiel der Biochemie institutionelle Entwicklungen und Forschungserfolge auf den einzelnen Arbeitsgebieten vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklung. Im vierten Teil schließlich geht es um Kontinuitáten und Diskontinuitáten über die NS-Zeit hinaus. Auf diese Weise entsteht eine vielfáltige Innenansicht einer Wissenschaft. Auf viele Fragen gibt es neue und gut belegte Antworten. Der industrielle Sektor ist nicht vertreten; wáre freilich mit den von Ute Deichmann verwendeten Methoden nicht zu erfassen gewesen. Die inhaltliche Entwicklung des Faches ist lediglich für die Biochemie im Detail dargestellt; von der physikalischen Chemie beschreibt die Autorin im Wesentlichen nur die makromolekulare Chemie; und von analytischer und anorganischer Chemie erfáhrt man wenig. Beeindruckend und in diesem Ausmaß bisher nicht bekannt war; dass 26 Prozent aller Chemiker in akademischen Positionen entlassen wurden und/oder emigrierten - in der gleichen Größenordnung wie in der Physik und von áhnlich weit reichenden Auswirkungen auf die Forschungslandschaft! Unbekannt war auch der hohe Anteil von Chemikern jüdischer Abstammung unter den Entlassenen. Auf eine junge Wissenschaftslandschaft wie die Israels nahmen die Emigrierten maßgeblichen Einfluss; hingegen wurden wichtige Arbeitsgebiete insbesondere der Biochemie und der physikalischen Chemie in Deutschland durch das Verschwinden der führenden Köpfe nachhaltig geschwácht. Gleichwohl trat ein allgemeiner Niedergang der chemischen Forschung in Deutschland nicht ein. Vielmehr stieg die Förderung durch Forschungsgemeinschaft und staatliche Stellen an; wovon kriegsbedingt vor allem anwendungsorientierte Gebiete profitierten; aber auch die Grundlagenforschung wurde weiter unterstützt; insbesondere im Gebiet der Naturstoffchemie und des Stoffwechsels. Interessant ist dabei; dass die öffentlichen Mittel im Wesentlichen nach Kriterien der wissenschaftlichen Qualitát und keineswegs vorrangig nach Parteizugehörigkeit vergeben wurden. Neben diesen auch quantitativ gut untermauerten Befunden gelingt es der Autorin; mit Hilfe von Quellenzitaten und Fallstudien die Motive und Mentalitáten der Akteure innerhalb der vielfáltigen Kollaborationsverháltnisse zwischen Wissenschaft und Politik herauszuarbeiten - am subtilsten vielleicht bei der Behandlung der unmittelbaren Nachkriegszeit. Als Grundlage dienten Briefwechsel zwischen Emigranten und in Deutschland gebliebenen Chemikern - auch wenn es unter Ersteren nur wenige gab; die kurz nach Kriegsende schon wieder zu solcher Korrespondenz bereit waren; wie etwa den Biochemiker Otto Meyerhof. Auf diese Weise entstehen nicht nur faktische; sondern auch psychologische Innenansichten von Chemie und Biochemie. Ute Deichmanns Buch legt in überzeugender Weise Binnenstrukturen in der deutschen Wissenschaft des Nationalsozialismus offen; stellt diese in ihren historischen Kontext und zeigt Kontinuitáten über das Jahr 1945 hinaus auf. Damit wird ein wichtiges Teilgebiet der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts erstmals aufgearbeitet und eine seit langem beklagte Forschungslücke geschlossen. Rezensent: Christoph Meinel

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